MapR erhält weitere $56 Mio. Investmentkapital

Mit Hortonworks und Cloudera sind bereits zwei Hadoop-Distributoren an die Börse gegangen. MapR möchte seinen Konkurrenten in diesem Schritt wohl folgen. Zunächst aber stand Anfang September eine weitere Finanzierungsrunde an, die $56 Mio. eingebracht hat. In den Monaten August und September gab es somit eine Reihe von großen Investments, unter anderem in Databricks und ThoughtSpot. Und auch MapR konnte sich jetzt in die Liste derjenigen Unternehmen einreihen, die mehr als $250 Mio. von Investoren eingesammelt haben.

MapRs Strategie unterscheidet sich dabei wesentlich von denen Hortonworks und Clouderas: Während die beiden Konkurrenten fast ausschließlich Services zur Hadoop-Technologie anbieten, hat MapR eigene Software entwickelt, die die Hadoop-Infrastruktur nutzt. Besonders hervorzuheben ist die Converged Data Platform (CDP), welche Daten aus Hadoop-, Spark-, Apache-Drill- und NoSQL-Quellen in ein Cluster zusammenführt. Dadurch ermöglicht CDP es Nutzern, weltweite Echtzeit-Applikationen mit einzigartiger Skalierbarkeit und Flexibilität einzusetzen.

Das Unternehmen ist in diesen Punkten seinen Wettbewerbern einen Schritt voraus – und das zeigt sich auch Geschäftszahlen: MapRs CEO Matt Mills erklärte, dass 40% des eigenen Geschäfts von Kunden kommt, die vorher einen anderen Service nutzten, der jedoch der Menge an Daten nicht mehr mit der gewünschten Verlässlichkeit Herr werden konnte. Manche Experten, wie Tiernan Ray von Reuters, schätzen sogar, dass auch die Total Cost of Ownership kein Argument gegen MapR sind. Denn auch wenn die reinen Open-Source-Lösungen auf den ersten Blick günstiger seien, müssten Kunden oftmals hohe Summen in die Datenintegration stecken. Langfristig seien die TCO bei Big-Data-Projekten mit integrierten Lösungen daher vielleicht sogar niedriger. Am Ende des Tages seien die Kosten sowieso nur das zweitwichtigste Kriterium bei solchen Projekten, sagt Bloor-Group-Analyst Robin Bloor. Wer den Scheck schreibe, der wolle auch, dass das Produkt den Job erledigt.

Investoren scheinen das MapR zuzutrauen. Das Unternehmen war vor der jüngsten Finanzierungsrunde mit ungefähr $500 Mio. bewertet, hat nun insgesamt rund $280 Mio. eingesammelt. Man hofft, bis 2018 profitabel zu werden.